"Bing" der Fallschirmjäger-Hund

Bing der ParaDog war ein britischer Diensthund wären des 2. Weltkriegs.
Als Teil des 13th Parachute Battalion ("Sieg oder Tod") war er einer der ersten Hunde, die zusammen mit ihrer Einheit per Fallschirm in den Kampf sprangen. Der Collie-Schäferhund-Mischling wurde 1944 von seinem Besitzer an das Militär übergeben, nachdem dieser nicht mehr in der Lage war, seine Hunde zu füttern.

Zuerst wurde Bing daran gewöhnt, in den lauten, klappernden Militärmaschinen mitzufliegen und einfach nur im Laderaum zu verharren. Nachdem ihm das nichts mehr ausmachte, übte man das Fallschirmspringen. Dafür schnallte man Bing und einigen anderen Hunden kleine Automatikschirme auf den Rücken, die ursprünglich für Fahrräder konzipiert waren. Damit die Militärhunde auch tatsächlich aus dem Flugzeug sprangen, fütterte man sie eine Zeit lang vor dem Flug nicht. Die Hundeführer sprangen dann als letzte in der Sprungreihe mit einem Stück Fleisch aus der Tür, gefolgt von dem Vierbeiner. Am Boden angekommen sollten die Diensthunde sowohl Sprengfallen als auch feindliche Soldaten aufspüren, was sich als sehr effektiv erwies.
Seinen ersten scharfen Einsatz hatte Bing am D-Day 1944, wo er auf Grund des Flakfeuers der Deutschen nicht aus dem Flugzeugspringen wollte. Wer nicht springen will wird gesprungen, und so landete der ParaDod einige Zeit später in einem Baum, wo er erst 2 Stunden später von seinen menschlichen Kameraden gefunden wurde. Bing erwies sich als sehr guter und tapferer Spürhund, der mehrere Monate an der Front diente. 1945 sprang er erneut bei einigen großen Luftlandeoperationen mit und unterstützte die britischen Soldaten bei der Einnahme Deutschlands. Er überlebte den Krieg und wurde mit der Dickin Medal ausgezeichnet, der höchsten britische Auszeichnung für Tiere im Kriegseinsatz.
Später gab man Bing seiner zivilen Familie zurück, wo er im Jahr 1955 verstarb und auf einem Tierfriedhof begraben wurde. Sein Fell jedoch wurde ausgestopft und kann seitdem zusammen mit seinem Fallschirm und seiner Medaille in verschiedenen Museen bewundert werden.

 
 
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3 Kommentare

das ist keine Tierquälerei. wenn mann einen mutigen Hund hat und ihm das mit Gefühl und Hingabe beibringt. dann kann der Hund sogar wansinnige Freude am Springen haben. bin selber seit 48 Jahren Hundeführer. Und war lange Hundetrainer.

Heinz Iten 24. März 2021

OHNE DIESE ARMEN HUNDE HAETTEN DIE ENGLAENDER /ALLIERTEN NIE!DEN KRIEG GEWONNEN?

PETER 23. März 2021

Ich hoffe, daß es nie wieder dazu kommt.
Schon solche Übungen sind Tierquälereien, also Straftaten.

Lutz Lautenschläger 22. März 2021

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