Der Zugführer, der für seine Männer starb

2ndLt John P. Bobo war ein Zugführer der US Marines und diente 1966 während der Operation Prairie in Vietnam.

Eingesetzt als Jagdkommando legten seine Männer und er gerade Hinterhalte für die Nacht aus, als sie von einer verstärkten nordvietnamesischen Kompanie angegriffen wurden, welche sie mit MG- und Mörserfeuer eindeckte.


Bobo organisierte sofort eine hastige Verteidigung und rannte von Stellung zu Stellung, um seine Männer trotz des überlegenen feindlichen Feuers zu führen. Als er neben eigenen Ausfällen einen ungenutzten Raketenwerfer fand, organisierte er sofort einen neuen Trupp und ließ mit dem Raketenwerfer auf feindliche MG-Nester wirken.


Einige Zeit später wurde Bobo von einer feindlichen Mörsergranate getroffen, welche sein rechtes Bein unterhalb des Knies abtrennte. Trotz seines kritischen Zustands weigerte sich der 2nd Lieutenant evakuiert zu werden und befahl seinen Männer, ihn in eine günstige Stellung zu bringen. Dort bemannte er ein MG, während sein Oberschenkel mit einem Gürtel als Tourniquet versehen wurde und er seinen Beinstumpf in der Erde rammte, um die Blutung zu verlangsamen. In dieser Position unterdrückte er durch Abwehrfeuer mehrere Wellen des Feindes, welche die ausweichenden Marines überrennen wollten. Bobo wurde mehrmals getroffen und starb mit dem Maschinengewehr im Anschlag. Die heftige Gegenwehr des Zugführers motivierte jedoch die Marines, den Kampf wieder aufzunehmen, wodurch sie ihre Stellung schlussendlich verteidigen konnten.


Für sein selbstlosen Handeln wurde John P. Bobo posthum mit der Medal of Honor ausgezeichnet. Er war zum Zeitpunkt des Gefechts 24 Jahre alt.

 

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