Die Geschichte von William D. Swenson

Am 8. September 2009 nahm Captain William D. Swenson an einer Operation zusammen mit afghanischen Sicherheitskräften im Ganjgal-Tal teil, um Beziehungen zu den dortigen Dorfältesten aufzubauen.

Swenson führte seine Männer am Morgen gegen 6 Uhr durch das Tal, als sie von etwa 60 gut bewaffneten und positionierten Aufständischen angegriffen wurden, welche das Team von drei Seiten einschlossen. Innerhalb einer Stunde ging der Kontakt zur Spitze der Koalitionskräfte (darunter 4 US-Soldaten) verloren. Währenddessen rief Swenson, der sich noch im hinteren Teil der Kolonne befand, Luftunterstützung herbei und überquerte mit 2 Kameraden unter direktem feindlichen Beschuss mehrmals offene Freiflächen, um seinem schwer verwundeten Gruppenführer und anderen Kameraden Erste Hilfe zu leisten. Die feindlichen Kämpfer rückten bis auf 50 Meter an Swensons Soldaten heran und riefen die Amerikaner zur Kapitulation auf, was Swenson mit einem Handgranatenwurf beantwortete. Das motivierte die eingeschlossenen Männer, dem Angriff der Aufständischen weiter standzuhalten.

Swenson und seine Kameraden brachten den verletzten Unteroffizier und andere Verwundete zum angeforderten MedEvac-Hubschrauber, bevor sie mindestens zwei Mal im ungepanzerten Fahrzeug in den Kessel zurück fuhren, um weitere Kameraden zu evakuieren. Auf der Suche nach den vier US-Soldaten drang Swenson immer tiefer in die "Todeszone" ein und rettete dabei mehrere Verwundete und Tote der afghanischen Sicherheitskräfte. Die vier eingeschlossenen US-Soldaten waren im Gefecht gefallen und konnten erst am Mittag geborgen werden. Das 6 - 7 stündige Feuergefecht forderte 15 Todesopfer der afghanischen bzw. US-Truppen. Swensons selbstloses Handeln rettete an diesem Tag viele Leben, wofür er am 15. Oktober 2013 die Medal of Honor erhielt.


Auf folgendem Bild sieht man Swenson, wie er verwundete Kameraden zum Black Hawk trägt und seinem schwer verwundeten Unteroffizier SFC Kenneth Westbrook einen Kuss auf die Stirn gibt.

Westbrook erlag Wochen später seinen Wunden und hinterließ eine Frau und drei Söhne. Er hatte geplant, seine Karriere im Folgemonat nach 22 Jahren Dienstzeit zu beenden.

 

 

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