Der russische Soldat, der einen Luftschlag auf sich selbst anforderte

Oberleutnant Alexander Alexandrowitsch Prochorenko stammte aus einer Arbeiterfamilie und trat 2007 der russischen Armee bei. Im Jahr 2008 began seine militärische Karriere bei den GRU SpezNas, dem nachrichtendienstlichen Teil der russischen Spezialkräfte.

 

Am 19 März 2016 befand er sich im Kampf gegen den IS als vorgeschobener Beobachter in Syrien und leitete Luftnahunterstützung gegen den Feind. Die zahlenmäßig überlegenen IS-Kämpfer griffen Prochorenkos Stellung direkt an und kesselten ihn schließlich ein. Mit nur wenig Munition verbleibend und auf sich alleine gestellt, gab er per Funk seine Koordinaten durch und forderte eine Evakuierung an. Der Evakuierungspunkt lag jedoch 12 Minuten entfernt und Prochorenko war bereits von vielen Feindkräften umzingelt, die immer näher kamen.

Um der Gefangennahme und Tötung durch den Feind zu entgehen, entschloss sich Prochorenko, einen Luftschlag auf seine eigene Position anzufordern.

Seine letzten Worte waren: „Sie sind draußen, das ist das Ende mein Kommandeur. Danke, sag meiner Familie und meinem Land, dass ich sie liebe. Sag ihnen, dass ich tapfer war und gekämpft habe bis ich nicht mehr konnte. Bitte kümmert euch um meine Familie, rächt meinen Tod, auf Wiedersehen mein Kommandeur, sag meiner Familie, dass ich sie liebe!“ Nachdem man sich in der Zentrale mehrmals die Bestätigung von Prochorenko einholte, wurde der Luftschlag gestattet. Prochorenko starb dabei und riss eine unbekannte Anzahl von Feinden mit sich in den Tod. Zum Zeitpunkt des Luftschlages erwarteten seine Frau und er ein Kind.

In der Heimat wurde Prochorenko zum Held der Russischen Föderation erklärt und eine Statue zu seinen Ehren errichtet.

 

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1 Kommentar

Ein Mann mit Charakter! In Deutschland würde diese Heldentat verunglimpft worden, der anordnende Kommandeur seines Amtes enthoben und ein Strafprozess angestrengt
worden.
Ich hoffe das der Russische Staat sein Familie unterstützt.

Dietrich Lender 19. März 2021

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