Wie PFC Albanese alleine 6 Scharfschützen ausschaltete

Am 1. Dezember 1966 patrouillierte die Kompanie von PFC Lewis Albanese im Rahmen einer Übungsmission zu Fuß in Südvietnam. Diese Trainings im relativ sicheren rückwärtigen Raum abseits der Frontlinie waren nicht ungewöhnlich. Was die Soldaten jedoch nicht wussten: Einige Zeit zuvor waren Nordvietnamesen unerkannt in das Gebiet eingeflossen und hatten einen gut versteckten Hinterhalt ausgelegt.

Als der Feind auf einmal das Feuer eröffnete, wurden die Amerikaner überrascht, organisierten sich aber schnell um, wobei PFC Albanese den Auftrag bekam die linke Flanke seines Zuges zu sichern. Plötzlich wurde auch diese Flanke aus einem bis dahin unaufgeklärten feindlichen Graben beschossen. Mehrere Scharfschützen nagelten den Zug fest. Albanese erkannte die Gefahr, montierte sein Bajonett und sprang dann alleine in den Graben, um den Feind zu bekämpfen und seinem Zug das Manövrieren zu ermöglichen. Als er sich durch den Graben bewegte, eröffnete sich ihm ein weitläufiges und gut ausgebautes Stellungssystem, welches der Feind schon länger angelegt und perfekt abgetarnt hatte. Immer noch auf sich gestellt legte Albanese über 100 Meter darin zurück, wobei er alle paar Meter auf Feindkontakt traf und insgesamt 6 Scharfschützen ausschaltete. Als er keine Munition mehr hatte, wechselte er zu seinem Bajonett und lief auf einer Höhe mit seinem Zug im Graben weiter. Er starb schließlich im Nahkampf gegen mehrere Nordvietnamesen, jedoch nicht ohne zuvor zwei von ihnen tödlich zu verwunden.

PFC Albanese’ selbstloses Handeln rettete das Leben vieler seiner Kameraden, welche sonst dem Scharfschützenfeuer zum Opfer gefallen wären. Dafür er erhielt posthum die Medal of Honor sowie das Purple Heart, außerdem wurde eine Straße in seinem Geburtsdorf in Italien nach ihm benannt.
 
 
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