Solltest Du ein kleines Ego haben?

 

 

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Einleitung

Entgegen der Hoffnungen vieler Leute gibt es weder eine Abkürzung noch einen Trick, um sofort einen erfolgreichen Lebensstil oder herausragenden Charakter zu entwickeln.

Doch es gibt einige Schlüsselpunkte, die Dir einen enormen Boost nach vorne geben. Sein Ego im Zaum zu halten ist einer davon. Deshalb erkläre ich dir kurz, was das Ego ist, weshalb du das Ego kontrollieren solltest und wie genau du das überhaupt machst.

 

 

Was ist das „Ego“?

„Ego“ kommt aus dem lateinischen und bedeutet „Ich“.

Es beschreibt im wesentlichen die Selbstwahrnehmung, aber auch das Selbstbild und Selbstbewusstsein.

Während jeder Mensch ein gewisses Ego braucht, neigen Leute mit zu großem Ego zu Überheblichkeit, Arroganz oder Selbstüberschätzung. Sie haben Probleme, Beziehungen mit Menschen aufzubauen oder Fehler zuzugeben und stehen gerne im Mittelpunkt.

Trotz des großen Egos haben diese Menschen oft Probleme mit dem Selbstbewusstsein.

 

 

Vorteile eines kleinen Egos:

1. Respekt

Als junger Soldat wollte ich von meinen Kameraden anerkannt werden und versuchte eine Zeit lang, immer im Mittelpunkt zu stehen. Aber die Wahrheit ist: Kleine Kinder sind überdreht, schreien rum und brauchen Aufmerksamkeit. Erwachsene bleiben ruhig.

Es sind die Leute, die eher im Hintergrund bleiben, still und gelassen wirken. Diejenigen, die sich nicht profilieren müssen. Sie sagen nicht viel, werden nicht ausfallend oder überheblich. Sind bodenständig, kommunizieren auf auf Augenhöhe und greifen andere nicht an.

Sie sprechen selten laut, aber wenn sie etwas ansagen, dann ruhig und mit bedachten Worten. Weil sie das Wort nicht erheben, um selbst besser dazustehen, sondern weil sie glauben, dass es der gesamten Gruppe nutzt. Und das respektieren die Menschen.

 

2. Beständige Weiterentwicklung

Der größte Vorteil von einem kleinen Ego ist, dass du nie aufhörst, dich weiter zu entwickeln.

Du bist dir bewusst, dass es immer jemanden gibt, der in gewissen Bereichen besser ist als du.

Aber du weißt auch, dass dein eigenes Potential noch lange nicht ausgeschöpft ist und du mehr erreichen kannst. Das ganze ist ein etwas demütigendes Gefühl, aber hat absolut nichts mit Unsicherheit zu tun. Es ist einfach nur mit deinem Selbstverständnis, das beste aus dir heraus zu holen, ohne sich dabei selbst zu überschätzen.

Das gesunde Ego hilft dir also dabei, hart zu Arbeiten und eine hohe Motivation beizubehalten. Hier ein Beispiel aus der Praxis:
Jonny Kim (@jonnykimusa) ist wahrscheinlich eine der bescheidensten Personen auf der Welt. Seine Karriere: Navy SEAL, Arzt und mittlerweile NASA-Astronaut.


3. Selbstbewusstsein

Ein kleines Ego zu haben bedeutet nicht, dass du kein Selbstbewusstsein haben darfst. Im Gegenteil: Auf Grund deiner besseren Leistungen bei gleichzeitigem kleine Ego, entwickelt sich ein sehr reines, authentisches Selbstbewusstsein.

Tatsächlich braucht man sogar ein gutes Selbstbewusstsein, um auch mal nicht im Mittelpunkt stehen zu können und okay damit zu sein.

Du bist nicht besser als andere, aber du weißt was du kannst. Du hast klar definierte Ziele und bist gleichzeitig bereit, ständig dazu zu lernen. Diesen Spagat bekommen nur wenige hin.

 

4. Bessere Beziehungen

Menschen schauen zu dir herauf und wissen, dass sie sich an dich wenden können, auch, wenn sie einen niedrigeren Dienstgrad haben. Du behandelst sie nicht von oben herab und musst auch nicht den harten Führer spielen. Stattdessen zeigst du ihnen Respekt und begegnest deinem Gegenüber auf Augenhöhe.

Doch auch deinen gleichrangigen Kollegen, Freunden und sogar Vorgesetzten wird deine charakterliche Einstellung positiv auffallen. Durch dein bescheidenes, aber selbstbewusstes Auftreten wirst du durchgehend einen guten Eindruck hinterlassen und als einer der Ersten in Erwägung gezogen, wenn es um wichtige Positionen und Aufgaben geht.

Deine Fähigkeit, eigene Bedürfnisse hinten anzustellen und sich in andere hinein zu versetzten, machen dich außerdem zu einem besseren Teamplayer.

 

 

Wie halte ich mein Ego unter Kontrolle?

Der sicherste Weg, sein Ego im Zaum zu halten, ist Achtsamkeit.

Jedes mal, wenn ich anfange zu denken „Das brauchst du nicht“, „Das kannst du schon“, „Das hast du nicht nötig“, rufe ich mir selbst ins Bewusstsein, dass hier gerade mein Ego spricht.

Hochmut kommt vor dem Fall und die oben aufgeführten Punkte sind mehr als genug Gründe, weshalb ich mein Ego zurückrufen sollte.

Du kannst den leichten Weg gehen und einfach denken, du wärst es. Oder du nimmst den harten Weg, schluckst die rote Pille und fängst tatsächlich an, deine Ziele zu verfolgen und Baustellen anzugreifen.

Wenn sich das nächste mal eine Handlung nicht wirklich richtig anfühlt, tritt noch mal einen Schritt zurück, horche in dich hinein und überprüfe dein Ego. Du wirst erstaunt sein.

Jocko Willink’s (Ex-Navy SEAL) Meinung zum Thema Ego.

 

Viel Erfolg da Draußen!

Shughart

 

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